Archiv 2009

Fiducia IT AG spendet 10.000 Euro der Lebenshilfe Stiftung Karlsruhe

Mit einer Spende von 10.000 Euro bedachte die Fiducia IT AG am 15. Dezember die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe. Der Betrag, so Uwe Dürr, Geschäftsführer der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe, komme den Sportgruppen der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH zugute: Er ermöglicht den Athleten mit Handicap die gezielte Vorbereitung und Teilnahme an den kommenden Special Olympics National Games im Juni 2010 in Bremen.

Der Wohnheimbeirat des HWK-Wohnheimes Hagsfeld durfte sich über eine weitere Spende der Fiducia-Mitarbeiter von über 1.200 Euro freuen.

Bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier von Fiducia-Mitarbeitern und Bewohnern aus Einrichtungen der Karlsruher Lebenshilfe standen im Betriebsrestaurant des Durlacher IT-Dienstleisters aber nicht die zwei großen Spendenschecks im Mittelpunkt, sondern vor allem die Übergabe zahlreicher persönlicher Weihnachtsgeschenke an die Menschen mit Behinderung. Ob eine Eintrittskarte für den KSC, ein Puzzle, einen Film auf DVD oder einfach eine Mundharmonika: Die Wünsche waren bescheiden, und doch zauberte die Erfüllung dieser kleinen Träume stets ein dankbares Lächeln in das Gesicht der Gäste. Rund 260 Wunschzettel hatten die Wohnheimbewohnern gesammelt, die allesamt im Rahmen der Aktion „Weihnachtswunschbaum“ unter den Fiducia-Mitarbeitern verteilt und nun erfüllt wurden.

Die Aktion Weihnachtswunschbaum der Fiducia ist Teil der seit Jahren bestehenden Partnerschaft mit der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe. „So etwas Beeindruckendes habe ich noch nicht erlebt“, sagte Robert Antretter, Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. (Berlin), der eigens zur Weihnachtsfeier angereist war.

Thomas Nusche, FIDUCIA IT AG, 17.12.09


Scherwe bringe Gligg

„D‘ Badisch Bühn“ spielt für den guten Zweck:

Scherwe bringe Gligg

Zaunfabrikant Albert Steidle ist Legastheniker und bekennender Kulturbanause. Das hindert ihn jedoch nicht, als Staatssekretär seines Parteifreundes und designierten Ministers, Dr. Allgaier, in den Landtag zu streben. Dann erfährt Steidle zufällig, dass Allgaier Kultusminister werden soll... Steidle und Staatssekretär im Kultusministerium - nach seiner Auffassung passt das zusammen "wie' n Rossbolle uff d' Audobahn".

Das Ensemble der Badisch Bühn spielt diese Benefizaufführung zu Gunsten der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.

In der Inszenierung von Jürgen Hörner spielen:
Heidi Binkert, Wolfgang Güse, Christian Kerti, Thomas Munz,
Konrad Schaub, Herbert Setz, Bühnenbild: Mike Heldmaier

„D‘ Badisch Bühn“ beim Schupi ist längst eine feste Größe im Karlsruher Theaterleben. Thomas Munz und Jürgen Hörner als Theaterleiter setzen die Erfolgsstrategie des Gründervaters Schupi fort und bieten niveauvolles Volkstheater für jedes Alter. Im Theatersaal kann während der Vorstellungen gegessen und getrunken werden - ein Besuch der „Badisch Bühn“ wird so zum kulturell-kulinarischen Gesamterlebnis.

„D`Badisch Bühn“ • Durmersheimer Straße 6 • 76185 Karlsruhe
Bitte reservieren Sie rechtzeitig Ihre Eintrittskarten

Termin: 15. November 2009
Beginn: 19.00 Uhr / Einlass: 17.30 Uh
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Bestellungen telefonisch möglich von Montag bis Freitag, 
10:00 bis 13:00 Uhr: 07 21 / 55 25 00
Karten für Erwachsene 14,00 Euro / 12,50 Euro
info@badisch-buehn.de • www.schupi.de

Clemens Lennermann, 02.09.09


Bundeswehr sammelt Geld für KITA

Die Schüler der Bundeswehrfachschule in Karlsruhe bekamen den Auftrag, eine Erzählung Ihres Lehrers, Herrn Bernhard Riffner, in lesbare Form zu bringen und zu vermarkten. Dieses setzten sie in die Tat um. Heraus kam ein gebundenes Heft mit der Geschichte von Pronto Caballo, einem ganz besonderen Jungen, der seinen ersten Schultag zu meistern hat.

Besonders ist Pronto, weil sein Rücken in einem Pferdehinterteil endet. Der Junge könnte sich davon be-hindern lassen. Aber er sagt sich: Ist doch egal, was die anderen von mir denken, ich weiß, was ich kann und wer ich bin.

So findet er sich auch schnell bei seinen neuen Pflegeeltern ein, die ihn aus dem Heim geholt haben. Und er findet auch neue Freunde und eine Freundin, die ihn an seinem ersten Schultag begleiten.

Für die Schüler der Bundeswehrfachschule stand fest, dass sie den Erlös aus dem Verkauf der Geschichte einer gemeinnützigen Organisation spenden wollen. Über das Internet wurden sie auf die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und deren neues Förderprojekt, den Neubau einer integrativen Kindertagesstätte, aufmerksam. In der KITA werden Kinder mit und ohne Behinderung spielen und lernen. Zum Thema „Kinder mit Behinderung“ passt diese Geschichte vom kleinen Pronto Caballo ganz besonders. Er meistert seinen Weg und genau das will die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe allen Kindern in der neuen Kindertagesstätte ermöglichen. Dafür spendeten die Schüler insgesamt 750 €.

Wir sagen Dank dem Verfasser der Geschichte, Herrn Bernhard Riffner, den Schülern der Bundeswehrfachschule für die engagierte Umsetzung und allen Menschen, die durch den Kauf dieses Kinderbüchleins ihren Beitrag zu einem integrierten Leben von Kindern mit Behinderung geleistet haben.

Anette Gesing, 12.05.09


Musikspektakel mit Mistcapala

Hausmusik einmal ganz anders in der HWK-Kulturkantine

Zum dritten Mal fand am 13. März die HWK-Kulturkantine in Neureut statt und das aktuelle Programm stand in nichts den bisherigen Höhepunkten der Veranstaltungsreihe zu Gunsten der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe nach.

Mistcapala, so der Name der Gäste aus Landsberg am Lech – der Kleinstadt, in der laut einer Umfrage erwiesenermaßen "die glücklichsten Menschen Deutschlands" leben – waren angereist um den Beweis anzutreten, dass es sich bei der vollmundigen Vorankündigung vom "Musikkabarett der Spitzenklasse" keineswegs um eine Übertreibung handelte. Beeindruckend schon allein das Instrumentarium, über Hackbrett, Klarinette, Drehleier, Kontrabass, Harfe, Brummtopf, Baßmandoline, Dudelsack, Akkordeon und Geige, mit dem die noch leere Bühne aufwarten konnte. Dann betraten die Vier von Mistcapala leise und ganz in schwarz die Bühne, um alsbald zu dudeln und zu blasen, zu zupfen und zu streichen, zu singen und zu klingen, was das Zeug hält. Und was (vor allem aber auch wie) das Herrenquartett da zu Gehör brachte, war vom Allerfeinsten und geeignet, die Herzen des Neureuter Publikums im Sturm zu erobern.

Armin Federl, Vitus Fichtl, Tom Hake und Tobias Klug sorgten mit einer feinen Mischung aus musikalischer Comedy, Klassik- und Folkmusik sowie ebenso fein- wie scharfsinnigen Kabaretteinlagen für Stimmung von der ersten Minute an. Tobias Klug, ein in Oberbayern eingebürgerter Dresdner, gab den Stoiker am Kontrabass mit staubtrockenem Humor. Am Akkordeon beherrschte Armin Federl mit flinken Fingern die leisen wie die laute Töne und koordinierte zugleich den Applaus, Vitus Fichtl an der Gitarre sorgte als pfiffiger Barde mit skurril, hintersinnigen Texten für gute Laune und schließlich brillierte überaus wandlungsfähig und dialektsicher Tom Hake als multiple Persönlichkeit: Ob als Conferencier oder Hausmeister, als Howie oder auch Lederkerl – Hake überzeugte mit nuancenreichem Spiel und bediente zugleich noch virtuos allerhand Dudelsäcke.

Dem begeistertem Publikum verging die Zeit wie im Fluge, es quittierte die Leistung mit viel Applaus, forderte und bekam Zugaben und wurde zuletzt von Hausmeister Hake eindringlich ermahnt - mit Blick auf die fortgeschrittene Uhrzeit - die Kapelle, vor allem aber den Hausmeister selbst in den verdienten Feierabend zu entlassen. Klare Worte fanden Mistcapala schließlich auch zum Abschluss des gelungenen Abends: "Da da da..., ist der Ausgang", wiesen sie die Zuschauer hin und machten sich alsbald selbst auf den Weg zu selbigem.

Man darf schon heute gespannt sein auf das kommenden Programm der Kulturkantine. Mistcapala hat die Latte hoch gelegt für alle nachfolgenden Künstler!

Clemens Lennermann, 16.03.09