Archiv 2010

CAP for runners

CAP-Markt und Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe sorgten für Verpflegung beim Baden-Marathon

Kilometer 37,5. Die Läufer brauchen eine Stärkung für die letzten 5 Kilometer. An dieser Stelle engagierte sich der CAP-Markt aus der Kaiserallee zusammen mit der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und verteilte frisches Obst und Müsliriegel an die Marathonis.

Neun Menschen mit Behinderung und fünf BetreuerInnen gaben den Läuferinnen und Läufern kleine Schalen mit Obststückchen und Müsliecken direkt in die Hand. Der Großteil der Marathonläufer war erfreut und dankbar für diese Erfrischung so kurz vor dem Ziel: Leichtes Obst sei genau das Richtige für eine kleine Stärkung. Den Helfern mit und ohne Behinderung machte ihr Einsatz viel Freude. Vielleicht sind sie auch im nächsten Jahr wieder dabei.

Die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe bedankt sich bei allen Mitwirkenden und auch bei Ihren Läufern bei der Aktion Laufen-mit-Herz, worüber wir noch gesondert berichten werden.

Anette Gesing, 20.09.2010


"In jedem von uns steckt ein Held"

HWK-Athleten mit Handicap mit beeindruckender Bilanz

Vom 14. bis 19. Juni fanden in der Freien Hansestadt Bremen die 7. Nationalen Sommerspiele der Special Olympics statt. Über 4.550 Athletinnen und Athleten mit Handicap waren an die Weser gekommen, um sich im sportlichen Wettbewerb zu messen und ihr Können unter Beweis zu stellen.

Auch ein Team der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH (HWK) war mit 34 Athleten und 12 Mannschaftsbetreuern voller Erwartungen und Hoffnungen nach Bremen gestartet, um in den Disziplinen Fußball, Tischtennis, Schwimmen, Badminton, Judo und Tennis am den Start zu gehen.

Die sportliche Bilanz der HWK-Sportler fällt positiv aus, denn nach den Klassifizierungs- und Finalwettbewerben wurden die tollen Leistungen mit insgesamt sechs Goldmedaillen, sechs Silber- und zehn Bronzemedaillen belohnt. Auch die Handballer der Durlach Turnados durften sich über eine Silbermedaille freuen. Was aber viel wichtiger ist: Verlierer gab es keine, denn was die ganz besondere Atmosphäre der Special Olympics ausmacht, ist die große Fairness und das Gemeinschaftsgefühl. So wurden die Tage in Bremen für alle Teilnehmer aus Karlsruhe zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Ermöglicht wurde die Teilnahme an den Special Olympics National Games durch das außerordentliche soziale Engagement der FIDUCIA IT AG und die großzügige Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.

Ausführliche Berichte zum sportlichen Engagement der Athleten mit Handicap aus den Einrichtungen der Karlsruher Lebenshilfe können Sie hier in einer Sonderausgabe der Lebenshilfe-Aktuell im PDF-Format nachlesen.

Clemens Lennermann, im Juli 2010


LG Pfinztal läuft für den guten Zweck

Badenmarathon 2010 - LG Pfinztal läuft für den guten Zweck

Am 19. September 2010 ist es soweit: 9 Marathonis der Laufgemeinschaft Pfinztal starten beim Badenmarathon für den guten Zweck. In diesem Jahr sammeln sie Gelder für unser Projekt „Unterstützte Kommunikation“ für die KITA der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung. Die Läufer der LG Pfinztal hörten über Uwe Dürr, dem Geschäftsführer der Stiftung, von diesem Vorhaben und waren sofort bereit, sich dafür zu engagieren. Nicht nur, dass sie einen Marathon mit seinen 42 Kilometern laufen, nein, sie spenden auch noch für jeden gelaufenen Kilometer!

Das Projekt: In der neu errichteten Kindertagesstätte der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung spielen und lernen 20 Kinder mit Behinderungen integriert in Gruppen mit Kindern ohne Behinderung. Diese Kinder mit Einschränkungen brauchen dringend Hilfsmittel, um sich ausdrücken und mitteilen zu lernen. Materialien wie Bildkarten, Ich-Bücher und elektronische Kommunikationshilfen helfen den Kindern, mit der Umwelt in Kontakt zu treten und auf sie einzuwirken. Sie können sich somit besser entwickeln.

Möchten auch Sie für dieses Projekt spenden? Dies ist direkt möglich auf der Homepage von Laufen-mit-Herz (www.laufenmitherz.de).
Kinder mit und ohne Behinderung freuen sich auf Ihren Einsatz!

Anette Gesing, im Juli 2010


Spende von Kindern an die Lebenhilfe KITA

Kommunionkinder spenden

Die Kinder der diesjährigen Erstkommunion in Bruchsal-Untergrombach waren besonders großzügig. Sie verzichteten anlässlich ihres Festes auf einen Teil Ihrer Geld-Geschenke und spendeten diese der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.

Frau Speck, Leiterin der integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V., hatte den Kontakt ermöglicht und der Stiftung auch bei der Abwicklung der Spenden geholfen. Wir freuen uns sehr, dass Kinder in so jungen Jahren bereits an Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Vielen herzlichen Dank auch an die Eltern, die uns die Gelder haben zukommen lassen.

Jede einzelne Spende hilft Menschen mit Behinderung. Und dass Gutes tun nicht vom Alter abhängig ist, haben diese Kommunionkinder bewiesen.

Anette Gesing, im Juni 2010


Eifrige Spendenhäuschen-Sammler für die Lebenshilfe-Stiftung

Rhein-Apotheke feiert 175-Jähriges Bestehen

Frau Dr. Arker-Maertin – Besitzerin der Rheinapotheke in Karlsruhe-Mühlburg – konnte sich glücklich schätzen: „Ihre“ Apotheke feierte 175-jähriges Bestehen. Für sie selbst ein großer Tag, denn sie ist in dritter Generation Inhaberin dieses traditionsreichen Hauses.

Zu diesem Ereignis gratulierten Renate Breh und Uwe Dürr von der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe von Herzen, sind Frau Dr. Arker-Maertin und ihr Apotheken-Team doch die eifrigsten Spendenhäuschen-Sammler der Stiftung. Mehrere hundert Euro haben sie bereits gesammelt. Alles Gelder, die ausschließlich Menschen mit Behinderung zu Gute kommen.

Wir danken Frau Dr. Arker-Maertin und Ihrem Team und wünschen alles Gute für die kommenden 175 Jahre!

Anette Gesing, im Juni 2010


Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe-Stiftung

Benefizkonzert des Polizeimusikkorps Karlsruhe am 05. Juni 2010 in Huttenheim

Es war warm und der Abend lud zum Grillen ein – und dennoch entschieden sich ca. 250 Gäste, in die Bruhrainhalle nach Huttenheim zu kommen, um dem Polizeimusikkorps Karlsruhe zu lauschen. Dieses war eingeladen, anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Musikvereines Huttenheim, das Festkonzert zu gestalten.

Die Besucher wurden nicht enttäuscht: Fünfzig MusikerInnen eröffneten den Abend mit einem flotten Marsch, um dann zu Musical- und Operettenmelodien überzugehen. Gleich zwei Sängerinnen überzeugten durch ihre Stimmkraft und nahmen dem Orchester die Strenge einer reinen Blaskapelle. Abba, Andrew Lloyd Webber und andere Komponisten wurden vom Musikkorps schwungvoll und mitreißend dargebracht. Zum Schluss imponierte der Schlagzeuger des Orchesters mit dem rasanten Stück „Zirkus Renz“ auf dem Xylophon.

Sämtliche Eintrittsgelder kamen der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe zu Gute und das Polizeimusikkorps setzte noch einen oben drauf: Je verkaufter CD gingen 3 Euro ebenfalls an die Stiftung. Da passte dann wirklich der Satz: „Die Polizei, dein Freund und Helfer.“

Übrigens: Organisiert wurde das Benefizkonzert von dem ehemaligen HWK-Mitarbeiter Julius Weick, der mit dieser Veranstaltung seinem Un-Ruhestand alle Ehre machte.

Es war ein sehr schöner Abend, an dem neben den akustischen Genüssen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

Wir sagen Herrn Weick und allen Beteiligten ein herzliches DANKESCHÖN!!!

Anette Gesing, im Juni 2010


Das Karlsruher Männerquartett Barbershop Sixpack im HWK Kulturgarten

Du passt so gut zu mir, wie Zucker zum Kaffee...

...oder die Gans zum Martinsfest oder am besten die ganze Speisekarte.

Barbershop Sixpack begeisterten bei ihrem Konzert in der HWK-Gärtnerei in Grötzingen mit stimmgewaltigen Einblicken in die Welt der guten Küche.

Ein Gewächshaus war umgestaltet in eine korinthische Bühne, über dem Podium wölbte sich ein Baldachin.

Die vier Sänger betraten den Raum und füllten mit ihren Stimmen den akustisch hervorragenden Gewächshaussaal.

Dieser war ausverkauft und mit knapp 150 Zuschauern gefüllt. Das Publikum amüsierte sich köstlich über die kleinen, aber feinen Anekdoten, die von Barbershop Sixpack musikalisch in Szene gesetzt wurden. Der Abend hat einen Erlös von ca. 1500 € eingebracht, der von der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe für Menschen mit Behinderung eingesetzt werden kann.

Alles in Allem ein sehr gelungener Abend – mit Sternenhimmel und Mondenschein...

Anette Gesing, 27.05.10


Dickes Blech rocken das Lebenshilfe-Haus

Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe fördert den Kauf eines Schlagzeuges und einer Verstärkeranlage für das Musikprojekt "Dickes Blech"

Was braucht eine junge Rockband am nötigsten? Eigene Instrumente und eine eigene Verstärkeranlage. Nicht anders ist das, wenn es sich bei den Musikern um junge Erwachsene mit Handicap handelt.

"Dickes Blech", das sind neun junge Menschen mit Behinderung, die seit März 2006 gemeinsam Musik machen und den Traum von einer eigenen Band leben. Für die dringend benötigte Unterstützung des Bandprojektes sorgt seither immer wieder die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und ermöglichte bereits die Anschaffung einer ganzen Reihe von Musikinstrumenten (E-Gitarre, E-Bass, Bongos, Congas etc.) und technischer Ausstattung.

Jetzt übergab Renate Breh, Vorsitzende der Stiftung, eine Spende von 4.500 Euro an das Bandprojekt, um die Ausstattung der Band mit eigenen Musikinstrumenten endgültig komplett zu machen.

Ehrensache, dass die Bandmitglieder von "Dickes Blech" in geschlossener Formation zur Übergabe der noch fehlenden Ausrüstung in den Rock Shop gekommen waren. Auch Rock Shop Geschäftsführer Rudi Metzler – musikalisches Urgestein und Drummer aus Leidenschaft – hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich dabei zu sein, denn im Mittelpunkt der Übergabe stand, neben der kompletten Verstärkeranlage, das neue Schlagzeug für die Band.
Stellvertretend für "Dickes Blech" bedankte sich Bassist und Sänger Christian bei der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und dem Rock Shop für die „tolle Unterstützung“.

Dann aber wurde kräftig in die Hände gespuckt, denn direkt im Anschluss stand der Umzug der Band in den neuen Probenraum im Lebenshilfe-Haus an. Gemeinsam mit den beiden Bandbetreuern Andreas Machauer und Wolfgang Roch und der tatkräftigen Hilfe von Freunden und Bekannten wurde die komplette Ausrüstung der Band in die Südweststadt transportiert. Hier rockt "Dickes Blech" ab sofort bei den regelmäßigen Proben und bereitet sich auf kommende Auftritte vor.

Ihren nächsten großen Auftritt haben die Musiker am Sonntag, 13. Juni um 15:30 Uhr: Dann ist „Dickes Blech“ beim Tag der Erneuerbaren Energien (TdEE) auf dem Windmühlenberg Karlsruhe mit dabei.

Clemens Lennermann, 27.04.10


Herbert, Udo, Marcel und die anderen...

Ein Abend in der HWK-Kulturkantine mit Gunzi Heil

Von sich selbst sagt er, er sei freilaufender Kabarettist, Parodist, Liedermacher, Puppenspieler und das am liebsten alles gleichzeitig. Gunzi Heil ist groß (193 cm), sehr blond und vermutlich kann er das Wortspiel vom „großen Blonden“ schon lange nicht mehr hören, auch wenn er mit schwarzem Schuhwerk auftrat. Ein Geheimtipp ist er nach 13 Bühnenjahren längst nicht mehr. Bereits 2001 gab es den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg und 2005 folgte der Pamina-Kulturpreis. Legendär seine Auftritte beim „Fest“ in der Günther-Klotz-Anlage. Aktuell belegt er den zweiten Tabellenplatz in der Deutschen Kabarettmeisterschaft 2009/2010 und hat beste Chancen auf den Titel „Deutscher Kabarettmeister“! So verwundert es nicht, dass das Gastspiel des Karlsruher Kabarett-Urgesteins in der HWK-Kulturkantine in kürzester Zeit restlos ausverkauft war, noch bevor die Werbung so richtig begonnen hatte.

Glücklich also, wer eine der begehrten Karten ergattern konnte und so in den Genuss eines überaus vergnüglichen Abends in geradezu intimen Rahmen kam. Gunzi hautnah, live und in Farbe, das lässt sich eigentlich kaum nacherzählen. Man muss erlebt haben, wie der Mann das Publikum mit spielerischer Leichtigkeit in seinen Bann schlägt. Spielfreudig und charmant präsentierte der vielseitige Kabarettist und Musiker eine kurzweilige Revue, die viel von den Skurrilitäten und Absurditäten des Alltags erzählte. Dabei plünderte er genüsslich die zeitgenössische Musik und Literatur, bediente sich ungeniert bei bekannten Film- und Fernsehmotiven und bespielte nebenbei auch ganz vorzüglich das E-Piano. Doch dass sein Publikum sofort Feuer fängt, liegt sicher auch daran, dass seine Auftritte interaktiv angelegt sind – mal sind die Gäste als Stichwortgeber gefragt, mal dürfen Sie den Chor geben („Silver Shadow“) oder sich im Kuscheltierweitwurf üben – und daran, dass das Programm scheinbar maßgeschneidert ist: Ebenso mühelos, wie Gunzi diverse Sangeskünstler parodiert, taucht er auch in die Besonderheiten seiner aktuellen Umgebung ein und baut diese in seine Nummern ein. So kurz und prägnant, wie beispielsweise s' Äffle und s' Pferdle die Strukturen der Lebenshilfe-Stiftung erklärten – das muss man erst einmal nachmachen. Auch Literaturkritiker Reich-Ranicki, als Handpuppe fester Bestandteil des Heil’schen Universums, glänzte mit Orts- und Sachkenntnis und besprach neben den Neureuter Nachrichten auch gleich die druckfrische Ausgabe der LH-Aktuell. Ob man jetzt in den "Märchen in 100 Sekunden" seinen Abschluss in Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte nachspüren kann, muss der geneigte Besucher selbst entscheiden. Leider blitzte die spitze Zunge des Kabarettisten nicht oft auf, doch wenn sie kam, dann traf auch sie: Bei den treuesten Anhängern des aktuellen Außenministers hat sich Gunzi an diesem Abend womöglich keine Freunde gemacht. Doch spätestens bei der Liebeserklärung an Karlsruhe zur Melodie von Grönemeyers "Bochum" und in dessen ureigenster Diktion gesungen ist klar: Dieses Benefizkonzert war ein Heimspiel, welches Gunzi (ganz im Gegensatz zum heimischen Fußballverein, der hierbei leider regelmäßig versagt) klar für sich entscheiden konnte. Wer wollte da nicht mitsingen, wenn es heißt: "Karlsruhe, ich komm aus dir..., Karlsruhe, ich häng an dir." Und was lässt sich zur Debatte um die U-Strab abschließend mehr sagen als: "Du bekommst eine U-Bahn, die allerkleinste der Welt, die auch nur dreimal hält und am Mühlburger Tor kommt sie schon wieder vor."

Warum, so fragt man sich zuletzt, bekommt der Mann eigentlich nicht mehr mediale Aufmerksamkeit? Verdient hätte er es allemal.

Clemens Lennermann, 17.03.10