Projekte 2009

Förderprojekte 2009

Für das Jahr 2009 stellt Ihnen die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe ein Förderprojekt vor, das uns besonders am Herzen liegt. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

Kindertagesstätte für Kinder mit und ohne Behinderung

Die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe wird den Bau und die Ausstattung einer integrativen Kindertagesstätte (Kita) des Vereins Lebenshilfe mitten im Herzen der Stadt Karlsruhe fördern.


Mit Ihrer Unterstützung konnte die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe im Jahr 2009 verschiedene Förderprojekte realisieren, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen.

Auf eigenen Füßen stehen

In den Förder- und Betreuungsbereichen der Hagsfelder Werkstätten erhalten Erwachsene Menschenmit einer mehrfach schweren Behinderung und besonderen verhaltensbezogenen Betreuungsanforderungen eine Tagesstruktur.

Zu dem betreuten Personenkreis gehören auch Menschen mit besonderen Bewegungseinschränkungen oder hohem Körpergewicht. Häufig können diese zwar nicht oder nicht mehr laufen, aber noch stehen. Doch wem die Kraft versagt, der muss nicht sitzen bleiben. Für das Aufrichten in den Stand und das Stehen auf eigenen Füßen gibt es geeignete Hilfsmittel. Dank der Unterstützung durch die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe konnte an der Betriebsstätte Hagsfeld eine solche spezielle Aufstehhilfe angeschafft werden. Sie ermöglicht dem behinderten Menschen die Aktivierung des verbliebenen Bewegungspotentiales trägt auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Zum Einsatz kommt die Aufstehhilfe beim aktiven Training zur Stärkung der Muskulatur, bei der Lagerung und der Begleitung von Toilettengängen. Für die pflegenden Mitarbeiter gewährleistet die Aufstehhilfe eine rücken- und gesundheitsschonende Arbeitsweise.


Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!

Im Förder- und Betreuungsbereich der HWK-Betriebsstätte Neureut gibt es derzeit ca. 30 Personen, die sich aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht oder nicht ausreichend über Lautsprache verständigen können und die daher Förderbedarf in Unterstützter Kommunikation haben.

Mit Hilfe von verschiedenen Methoden der Unterstützten Kommunikation (wie Gebärden; Kommunikation mit Symbolen ; elektronische Sprachausgabegeräten) ist es möglich, dass kaum, bzw. nicht sprechende Personen im Alltag mehr partizipieren können. So ermöglichen einfache elektronische Kommunikationsgeräte (wie z. B der Step-by-Step), dass eine nicht sprechende Person eine Stimme erhält und aktiver im Alltag mit seinen Mitmenschen in Austausch treten kann.

Diese elektronischen Hilfsmittel erleichtern viele alltägliche Situationen und eröffnen ganz neue Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben und dem Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Mit der Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe konnten im Dezember 2009 verschiedene elektronische Sprachausgabegeräte, diverse weitere Hilfsmittel und eine spezielle Lernsoftware für den Computer angeschafft werden.

Der Förder- und Betreuungsbereich verfügt nun über einen umfangreichen Fundus an verschiedenen Hilfsmitteln, die kaum bzw. nicht sprechenden Personen, aber auch körperlich sehr eingeschränkten Menschen ermöglichen, sich im Alltag aktiv zu beteiligen und mit ihren Mitmenschen in Kontakt zu treten.

Im Namen aller Nutzer der verschiedenen Materialien bedanken wir uns recht herzlich für die Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.


Sweatshirt-Jacken für D!E SP!NNER

Seit dem Jahr 2003, dem Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung, engagieren sich die Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. und das Sandkorn-Theater Karlsruhe gemeinsam in dem integrativen Theaterprojekt: D!E SP!NNER!, das sind derzeit neun Menschen mit geistiger Behinderung, zwei professionelle Schauspieler des Sandkorn-Theaters, zwei Mitarbeiter der Lebenshilfe und ihre Regisseurin Steffi Lackner. D!E SP!NNER!, das ist Theater mit Leidenschaft und Herz für Menschen mit und ohne Behinderungen und gelebte Inklusion.

So sind D!E SP!NNER! gleichermaßen Aushängeschild wie Türöffner: Öffentlichkeits- und werbewirksam machen Sie auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam.

Pünktlich zu Weihnachten ermöglichte die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe jetzt die Anschaffung von 20 Sweatshirt-Jacken mit dem Logo der SP!NNER! auf dem Rücken. Bei einem gemeinsamen Besuch des ZKM wurden die Jacken als kleines Dankeschön an alle Projektbeteiligten überreicht und dienen ab sofort als „Werbemaßnahme in eigener Sache". D!E SP!NNER! sagen: "Dankeschön!"


Ruhesessel für Senioren

Die Seniorentagesstätte der HWK (STS) im Wohnheim Julius-Bender-Straße in Karlsruhe Hagsfeld konnte durch die Förderung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe einen elektrisch bedienbarer Ruhesessel der Firma „Cumulus" im Wert von 1392,- € erwerben.

Handelsübliche Sitzgelegenheiten haben fast immer eine zu tiefe Sitzhöhe und –tiefe. Gerade Senioren, deren Mobilität stark eingeschränkt ist, müssen auf diesen Sesseln oder Sofas mit viel Kissen abgestützt werden, damit sie überhaupt bequem und ergonomisch darin sitzen können. Des weiteren kommen sie alleine oft nicht mehr zum Aufstehen, da die Kraft fehlt von so weit untern wieder hoch zu kommen.

Insbesondere für Rollstuhlfahrer, die nicht den ganzen Tag im Rollstuhl verbringen sollen, ist der Ruhesessel eine tolle Alternative zum Lagern im Bett, das meist aus Platzgründen in einem anderen Raum steht: Sie können im Gruppenraum durch einfachen Knopfdruck in andere Sitz- und Liegepositionen gebracht werden und weiter am Gruppengeschehen teilhaben.

Sehr vorteilhaft ist auch die Aufstehhilfe: Der Stuhl lässt sich so weit nach vorne „kippen", bis die Person wie von selbst wieder auf „eigenen Beinen" steht.

Ein extrem angenehmes weiches Leder trägt zum Wohlfühlen im Sessel bei. Das bewegliche, zusätzliche Nackenkissen ermöglicht eine noch optimalere Unterstützung im Nackenbereich und ist somit für mehrere Senioren mit unterschiedlicher Körpergröße nutzbar.

Stabil gebaut und mit langlebigem, gut zu pflegendem Leder bezogen, ist er der beliebteste „Sitzplatz" in der Gruppe geworden.

Die Senioren und Mitarbeiter der STS sagen recht herzlich DANKE!


Kunst für die Kantine

Ein Kunstprojekt, zur Gestaltung der neuen Kantine in der HWK-Betriebsstätte Neureut II, konnte mit Mitteln der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe im Frühjahr 2009 realisiert werden.

Fünf Beschäftigte der Betriebsstätte haben unter fachkundiger Anleitung einer ausgebildeten Grafikdesignerin ein farbenfrohes Kunstwerk geschaffen und damit zur Wohlfühlatmosphäre in der Kantine beigetragen.

Das Projekt war über mehrer Termine angelegt. Zunächst einigten sich die Künstler auf ein gemeinsames Thema. Eine Landschaft sollte dargestellt werden. Jeder Teilnehmer fertigte einen Entwurf mit seinen Vorstellungen von dem besprochenen Thema an. Aus diesen Einzelskizzen wurden nun Motive ausgewählt, die dann zu einem Gesamtentwurf auf die maßangefertigte Leinwand übertragen wurden. Im nächsten Schritt wurden die Teilnehmer des Projekts mit verschiedene Maltechniken vertraut gemacht. Diese übten sie zuerst auf kleineren Formaten, bevor sie die Leinwand dann gemeinsam mit den unterschiedlichen Techniken bearbeiteten.

Pünktlich zur Einweihung der neuen Betriebsstätte konnte das Bild am vorgesehenen Platz aufgehängt werden.


Bistrotische und Stühle für angenehme Pausen

Wer viel arbeitet, der braucht auch Pausen. Arbeitsmediziner stellen fest, dass ohne regelmäßige Pausen die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit stark abnimmt und auch das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt: „Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen (...) zu unterbrechen."

Wenn diese Ruhephasen darüber hinaus in angenehmer Umgebung und netter Gesellschaft verbracht werden, können daraus sogar kreative Pausen entstehen. Beste Voraussetzungen für eine angenehme Pause bieten in jedem Fall die neu erworbenen Bistrotische und Stühle, an denen Beschäftigte der HWK-Betriebsstätte Neureut jetzt ihre Pausen verbringen können.

Aus Mitteln der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe und einer zweckgebundenen Spende für die HWK-Neureut konnten 5 Bistrotische und 20 Stühle im Gesamtwert von 4.600 Euro angeschafft werden.


Pflegebett für den Förder- und Betreuungsbereich

In den Förder- und Betreuungsbereichen der Hagsfelder Werkstätten erhalten Erwachsene Menschen mit einer mehrfach schweren Behinderung und besonderen verhaltensbezogenen Betreuungsanforderungen eine Tagesstruktur.

Für den FuB-Bereich der Betriebsstätte Hagsfeld konnte durch die Förderung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe ein Pflegebett im Wert von 1.500 Euro angeschafft werden.

Das neue Pflegebett ermöglicht eine elastische Lagerung des Liegenden, die sich an die Körperform und das –gewicht anpasst und zugleich therapeutisch angezeigte Lagerungs- und Bewegungsmöglichkeiten zur Entlastung des Patienten. Es erlaubt verschiedene Therapiemaßnahmen im Bett unter ergonomisch sinnvollen Bedingungen und erleichtert den pflegenden Mitarbeitern durch zahlreiche elektrisch regelbare Verstellmöglichkeiten auch die Arbeitsabläufe (z. B. Körperwäsche, Essen reichen).


Tischkicker für den Pausenbereich

Den Anstoß gab eine Spende der B-Jugend des FV Ettlingenweier, die ihre in der vergangenen Spielsaison erspielte Punktprämie in Höhe von 250, Euro zur Anschaffung eines Tischkickers an die Beschäftigten der Betriebsstätte Ettlingen der HWK weiterreichte.

Bei den fußballbegeisterten Beschäftigten kam der Kicker so gut an, dass man in der HWK-Ettlingen einen Entschluss fasste: Da die Betriebsstätte aus mehreren Betriebsteilen besteht, sollte ein weiterer Tischkicker zur lebendigen und kommunikativen Gestaltung der Pausenzeiten angeschafft werden.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe konnte dieser Tage der zweite Tischkicker eingeweiht werden - zur großen Freude aller Fußballfans!


Mobile Rollstuhlrampe für den Rolli-Sport

Seit einigen Jahren gibt es im Förder- und Betreuungsbereich an der Betriebsstätte Ettlingen der HWK ein spezielles Sportangebot für Menschen mit Behinderungen, die ihren Alltag mit Hilfe eines Rollstuhls gestalten müssen. Hier werden Fähigkeiten im Bereich der Geschicklichkeit mit Hilfe eines Parcours eingeübt, Verkehrsregeln werden vermittelt und neben kleineren Wettrennen haben die Teilnehmer insbesondere viel Freude und Spaß bei rollender Bewegung und Musik.

Damit die Übungen näher an den realen Bedingungen anknüpfen können, wurde das Angebot nun durch eine mobile Rollstuhlrampe erweitert, die durch die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe komplett finanziert wurde. Diese Rampe ermöglicht nun spezifische Übungen in der Turnhalle, wie sie gerade für das Fahren draußen auf den Gehwegen oder bei schräger Lage erforderlich sind.


Special Olympics 2009

Erneut konnten Athleten mit Handicap aus der HWK dank der Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe an einer großen Sportveranstaltung teilnehmen: Fünf Sportler mit Behinderung traten bei den 2. Regionalen Spielen Rheinland Pfalz der Special Olympics vom 15. bis 17. Juni 2009 in Mayen im Badmintonturnier an. Dabei erreichten die Sportler der HWK im Herren-Einzel und Damen-Einzel jeweils 3 mal einen vierten Platz, eine Bronze-Medaille sowie eine Silber-Medaille. Neben dem sportlichen Erfolg waren die Regionalen Spiele für die insgesamt über 800 Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern aber auch ein tolles Erlebnis. Wichtig auch: Die Teilnahme an Regionalen Spielen ist zudem Voraussetzung für die Startberechtigung bei den Nationalen Spiele 2010 in Bremen.

Die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe ermöglichte die Turnierteilnahme durch die Übernahme der Teilnehmergebühren und der Reisekosten.


Informationen über die praktische Arbeit in diesen Zuwendungsbereichen finden Sie auf der Seite der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH.