Projekte 2010

Förderprojekte 2010

Für das Jahr 2010 stellt Ihnen die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe ein Förderprojekt vor, das uns besonders am Herzen liegt. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

Kindertagesstätte für Kinder mit und ohne Behinderung

Die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe wird den Bau und die Ausstattung einer integrativen Kindertagesstätte (Kita) des Vereins Lebenshilfe mitten im Herzen der Stadt Karlsruhe fördern.


Mit Ihrer Unterstützung konnte die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe im Jahr 2010 verschiedene Förderprojekte realisieren, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen.


Meilenstein erreicht! Stiftung schafft neuen, barrierefreien Wohnraum

Nach einer intensiven Planungsphase hat die Firma Weisenburger Bau GmbH vor Monaten mit dem Bau eines 3-Familienhauses in der Memelerstraße in Durlach–Aue begonnen. Zwei der insgesamt drei Wohnungen sind Eigentum der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.

Voraussichtlich schon im Frühjahr 2011 werden Menschen mit Behinderungen im Ambulant Begleiteten Wohnen der HWK gGmbH die Wohnungen beziehen. Diese sind hell, freundlich und bieten jeweils ein bis zwei Personen ein ansprechendes und angenehmes Wohnumfeld. Natürlich sind die Wohnungen barrierefrei und behindertengerecht ausgebaut. In diesem Haus mit seiner ruhigen Lage im schönen Karlsruher Stadtteil Durlach–Aue werden die neuen Mieter mit Handicap sich ganz bestimmt wohlfühlen.

Finanziert werden diese Wohnungen ausschließlich aus Spenden und Zustiftungen. Deshalb auch an dieser Stelle nochmals der herzliche Dank an alle Spender, Stifter, Freunde und Helfer der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.

Mit dem Erwerb von Wohnraum für Menschen mit Behinderung unterstützt die Stiftung ganz gezielt die Gemeindeintegration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderung hier in der Region.

Im Ambulant Begleiteten Wohnen der HWK finden Menschen mit einer geistigen Behinderung auf ihrem individuellen Weg zu einer eigenständigen und selbstbestimmten Lebensführung kompetente Unterstützung und Assistenz. Dabei orientiert sich die Begleitung durch das Fachpersonal immer nach dem individuellen Bedarf. Gemeinsam werden Zielsetzungen erarbeitet und Vereinbarungen über die Gestaltung der erforderlichen Hilfen getroffen.

Uwe Dürr


Musik gehört zum Leben

Musik bereichert das Leben. Musik entspannt oder aktiviert. Oft macht sie die Menschen glücklicher. Es gibt keine Kultur ohne Musik und Musik hat eine positive Wirkung, auch behinderte Menschen erleben mit Musik ihre tiefsten Emotionen. Beide Gehirnhälften werden angeregt, motorische Fähigkeiten gefördert und der Intellekt und die Emotionen trainiert. Um dieses Lebensgefühl erleben zu können ist es wichtig, Musik in den Alltag einfließen zu lassen.

Dank der Unterstützung durch die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe stehen jetzt im neuen Lebenshilfe-Haus für unterschiedlichste Gruppenangebote zwei leistungsfähige, mobile Musikanlagen zur Verfügung. So sind jetzt vielfältige Angebote möglich, bei denen Musik gemeinsam erlebt und auch mit Theater oder Bewegung kombiniert werden kann. Das fördert Kreativität und Lebensfreude.

Dass Musik die Menschen verbindet, zeigt sich vor allem im Tanz. So profitiert auch das von Sabine Lang (Dipl.-Sozialpädagogin und ehem. Turniertänzerin) angeleitete Tanzangebot für Menschen mit Behinderung von der Förderung der Stiftung.

Nutzerinnen und Nutzer der Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung im Lebenshilfe-Haus bedanken sich bei der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe für die Förderung von rund 1.550,- Euro.


Erweiterte Bewegungstherapie

In der individuellen Förderung von Menschen mit Behinderungen zählt allgemein körperliche Bewegung zu den zentralen Angebote, die die Menschen in ihrer Ganzheit erfahren und erleben lassen, denn: Leben ist Bewegung - Bewegung ist Leben!

Eine besondere Art der Bewegungsübung wird durch ein sogenanntes MOTOMED verwirklicht. Bei diesem Hilfsmittel haben insbesondere Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, die Möglichkeit Bein und Armbewegung aktiv wie passiv durchzuführen. Durch einen Elektromotor ist ein Bewegungsablauf der Extremitäten auch dann möglich, wenn diese nicht mehr selbst aktiv in Bewegung gebracht werden können. Unterschiedliche Programmeinstellungen ermöglichen eine sehr individuell angepasste Vorgehensweise, hochsensible Technik sichert ein automatisches Beenden des Gerätes, sofern dies erforderlich wird.

Durch eine Spende der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe konnte nun die Anschaffung eines MOTOMED viva 2im Förder- und Betreuungsbereich der Betriebsstätte Ettlingen ermöglicht werden und findet bereits großen Anklang und vielfältige Anwendung.

Edith Wüst/Achim Herr


Spendenläufer gesucht... 3. Teilnahme bei Laufen-mit-Herz

Wir suchen noch engagierte Spendenläufer, die für uns an den Start gehen!

Unser Projekt: Unterstützte Kommunikation für die neueröffnete KITA in der Steinhäuser Straße

Die integrative Kindertagesstätte in der Steinhäuser Straße hat ihre Pforten geöffnet. Kinder mit und ohne Behinderung spielen und lernen bereits miteinander und dies auch Dank der Spenden, die bei der Aktion Laufen-mit-Herz anlässlich der vergangenen Baden-Marathons erlaufen wurden.

Nun haben gerade Kinder mit Behinderung oft Sprachbeeinträchtigungen und Schwierigkeiten, Erfahrungen oder Dinge, die ihnen Freude oder Ärger bereiten, mitzuteilen.

Unterstützte Kommunikation bietet nicht oder noch nicht sprechenden Kindern die Möglichkeit, sich mit unterstützenden Mitteln und Materialien zu verständigen und eine interaktive Kommunikation zu führen. Hier kann bereits ein einfaches Kommunikationsgerät unterstützend wirken. Lern- und Bildmaterialien, Gebärden, Bildkarten, Ich-Bücher und elektronische Kommunikationshilfen sind Instrumente, einem nichtsprechenden Kind „eine Stimme" zu verleihen. Auch Kindern mit Schwerstmehrfachbehinderung kann somit die Möglichkeit gegeben werden, auf ihre Umwelt einzuwirken und sie mitzugestalten.

Um keine Zeit zu verschenken, sollte die natürliche Sprachentwicklung so früh wie möglich gefördert werden. Unterstützte Kommunikation verhindert nicht den eigenen Spracherwerb, sie beschleunigt ihn. Nur durch den Ausdruck der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Abneigungen kann ein Kind zu einer selbstbewussten Persönlichkeit heranwachsen.

Diesen Prozess möchte die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe nach Kräften unterstützen. Bitte helfen Sie mit!


Integration durch Sport - internationales G-Judo Turnier in Grenzach-Wyhlen

Zu einem attraktiven und motivierenden Sportangebot für Menschen mit Behinderung gehören neben vielfältigen Trainingsmöglichkeiten auch regional und überregionale Wettkämpfe. Geradezu ideal bietet sich hier für Judoka das internationale G-Judo Turnier in Grenzach-Wyhlen an. Dort trafen sich im April mehr als 200 Judosportler mit Handicap aus fünf Nationen, um sich im internationalen Vergleich zu messen.

Auch 17 Athleten mit Handicap vom Judo-Club Elchesheim-Illingen wollten, nachdem sie zuletzt unter anderem in Holland und bei den Special Olympics erfolgreich waren, erneut Turnierluft schnuppern. Die Teilnahme drohte aber an den Kosten zu scheitern. Hier sprang die Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe spontan ein und sicherte einen Beitrag zu den Fahrtkosten sowie der Unterbringung der Sportler und ihrer Begleiter zu. Dank dieser Unterstützung konnten sich die Sportler aus Elchesheim–Illingen der sportlichen Herausforderung stellen und absolvierten ein kräftezehrendes Programm. Mit Erfolg, wie die Bilanz von zwei ersten, drei zweiten und zehn dritten Plätzen eindrucksvoll belegt. Dabei sind die erreichten Platzierungen eigentlich zweitrangig: „Das Leistungsprinzip spielt bei uns im Judo-Club keine Rolle – viel wichtiger ist uns die innere Stärke und die echte Freude am Sport. Denn nur sie zeichnen letztlich einen Judoka aus", bestätigt Roland Stolz, 1. Vorsitzender des Judo-Club Elchesheim-Illingen.

Abgerundet wurde das Programm der Delegation aus Baden, zu der neben den Judokas und Fachbetreuern auch Eltern gehörten, mit einer Abschlussdisco und der Besichtigung des Besucherbergwerks „Finstergrund" bei Wieden.

Für die Förderung von rund 600 Euro bedanken sich Trainer und Verantwortlich im Namen aller Beteiligten bei der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe.


Snoezelen - Abtauchen in eine "andere Welt" durch Aktivierung aller Sinne

Snoezelen – was soll das sein? Ein neues Modewort, ein Spielzeug oder gar eine neue Erziehungsmethode? Nein, Snoezelen (sprich: „snuzelen") kommt aus dem Holländischen und bedeutet soviel wie schnüffeln, schnuppern, dösen oder gar schlummern. Dank der großzügigen Unterstützung der Lebenshilfe-Stiftung Karlsruhe konnte jetzt in der neuen integrativen KITA der Lebenshilfe ein spezieller Snoezelraum eingerichtet werden: Mit Licht, Klang und basaler Stimulation werden hier die Sinne angeregt. Snoezelen lässt Kinder zur Ruhe kommen und es lassen sich gezielt einzelne Sinne ansprechen. Reize aus der Umgebung werden reduziert und man kann versuchen, sich gezielt auf ein Sinneserlebnis einzulassen. Dabei ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten wohl und sicher fühlen. Denn nur in einer angenehmen Umgebung kann man sich vollständig öffnen.

Die Wirkung von Snoezelen kann sich in unterschiedlichen Bereichen der Entwicklung auswirken. Zum einen weckt es die Kommunikations- und Kontaktbereitschaft, zum andern können die Kinder einen Zugang zur eigenen Gefühlswelt aufbauen und intensivieren. Gerade in einer oftmals reizüberfluteten Umgebung können sich Kinder häufig nur schwer auf einzelne Reize konzentrieren und diese abschirmen.

Der Raum mit seiner einzigartigen Wirkung kommt allen Kinder entgegen. Mit strahlenden Augen steuern die Kinder den neuen Snoezelraum an. Die Förderung der Ausstattung der Kindertagesstätte durch die Lebenshilfe-Stiftung trägt dazu bei, dass hier Kinder gezielt und individuell in Kleingruppen gefördert werden können. So werden wichtige Akzente gesetzt. Dafür vielen Dank!

Christina Speck, Leiterin der KITA


Informationen über die praktische Arbeit in diesen Zuwendungsbereichen finden Sie auf der Seite der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH.